Beim Immobilienerwerb kommen Käufer mit verschiedenen Parteien in Kontakt. Wir geben Ihnen hiermit einen Überblick über deren Funktionen.
Je nachdem, welche Immobilienart Sie erwerben oder sich bauen lassen, kreuzen folgende Protagonisten Ihren Weg:
Immobilienmakler: Ein Makler hat einen guten Marktüberblick über neue und Bestandsimmobilien in der Umgebung, in der er tätig ist. Sie schließen mit ihm einen Maklervertrag ab, der eine Provisionspflicht im Erfolgsfalle, also dem Abschluss eines wirksamen Kaufvertrags, vorsieht. Oft erhalten Sie von ihm auch eine Wertermittlung oder eine Markteinschätzung. Ein guter, seriöser Immobilienmakler ist beim Verkauf einer Immobilie sehr empfehlenswert und spart dem Eigentümer Zeit, Geld und Nerven.
Architekt: Der Architekt ist kreatives und technisches Herz der Planung einer neuen Immobilie. Mit ihm schließen Sie einen Vertrag, in dem die Leistungen genau definiert sind. Das kann von der reinen Entwurfsplanung bis zur Ausführung und Bauüberwachung reichen.
Bauträger: Bauträger bauen auf einem eigenen Grundstück eine Immobilie und verkaufen in einem einheitlichen Bauträgervertrag das Eigentum an Grundstück und Immobilie zusammen. Der Bauträgervertrag ist eine Mischung aus einem Kauf- und einem Werkvertrag über die Erstellung des Gebäudes. Der Bauträger erhält i.d.R. Abschlagszahlungen vom Käufer für die Erstellung der Immobilie.
Bauunternehmen: Wenn Sie schon Eigentümer eines Grundstücks sind und darauf eine neue Immobilie bauen wollen, dann schließen Sie mit einem Bauunternehmen einen Werkvertrag ab. Im Unterschied zum Bauträgervertrag wird hier ein reiner Bauvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag ist im Unterschied zum Bauträgervertrag nicht beurkundungspflichtig.
Finanzierungsvermittler: Vermittler von Baufinanzierungen vergleichen Angebote verschiedener Banken und sind Ihnen beim Abschluss der Kreditverträge mit Banken behilflich. Da Internetangebote von Finanzierungen oft nicht wirklich vergleichbar sind, können Ihnen Finanzierungsberater wertvolle Dienste leisten.
Notar: Grundstückskaufverträge sind nach deutschem Recht beurkundungspflichtig. Dies erfolgt immer vor einem Notar. Notare sind neutral. Sie beraten Käufer und Verkäufer bei Abschluss des Kaufvertrages nicht. Sie sorgen am Ende für den reibungslosen Übergang des Eigentums an der Immobilie und regeln die Eintragung im Grundbuch, mit der man zum Eigentümer der gekauften Immobilie wird.
Rechtsanwalt: Bei Fragen, die Ihnen beim Abschluss eines Grundstücksgeschäfts nicht ganz klar sind und bei denen auch alle übrigen Berater nicht helfen können, kann es empfehlenswert sein, einen Rechtsanwalt mit der Klärung zu beauftragen. Im Unterschied zum Notar klärt der Anwalt Sie zu allen offenen Fragen auf und erläutert Ihnen Risiken, die Sie möglicherweise beim Kauf einegehen.
Sachverständige: Sie ermitteln den Wert der Immobilie nicht anhand des Angebotspreises, den Sie aus dem Internet kennen oder der dem Verkäufer vorschwebt. Sachverständige ermitteln anhand verschiedener Berechnungsmethoden, z.B.. des Sachwert- oder des Ertragswertverfahrens. Banken setzen Sachverständige ein, um den Beleihungswert einer Immobilie zu bestimmen.


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